Wir wohnen in Frankfurt-Sindlingen, an der westlichen Stadtgrenze von Frankfurt am Main. Unser Haushalt besteht aus meinen beiden Kastraten Nalah und Kovu, meiner zukünftigen Zuchtkätzin Ellie sowie mir ☺ Wir teilen uns eine knapp 60 qm große Wohnung mit katzensicherem Balkon und einem Indoor-Katzen-Kletterpark im Wohnzimmer.

Ich bin mit Hunden aufgewachsen, Katzen waren mir immer suspekt. Eines Tages sah ich bei Bekannten ein Bild einer Maine Coon und war hin und weg. Diese wunderschönen, großen und anmutigen Tiere mit Ihrem Löwenkragen haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, dem ich zum damaligen Zeitpunkt jedoch nicht weiter nachgegangen bin. Immerhin hatten wir unsere beiden Familienhunde, die absolut keine Katzenfreunde waren. Aber schon damals stand für mich fest, wenn ich einmal eine Katze bekomme, muss es eine Maine Coon sein.

Es vergingen ein paar Jahre und nach Ausbildung und Studium stellte sich der Wunsch nach einem eigenen Haustier ein, erster Gedanke: ein Hund. Aber dann erinnerte ich mich wieder an diese beeindruckenden Maine Coons. Also habe ich mich schlau gemacht über diese Rasse, viel im Internet recherchiert, Züchterseiten besucht und Stunden oder eher Tage und Wochen mit Lesen verbracht und mit jedem Artikel, Bild und Bericht war klar: eine Maine Coon muss es sein.

Auf Basis der Websites habe ich mir verschiedene Züchter, die Kitten im Vermittlungsalter hatten ausgesucht und angeschrieben, aber auch nach einem Besuch ist der Funke nicht richtig übergesprungen. Dann bin ich auf die Seite der RakshasaTigers gestoßen. Dort befand sich ein Wurf bereits auf dem Weg und zwei weitere standen in Aussicht. Nach einem langen und sehr informativen Telefonat mit Nila standen für mich zwei Dinge fest: Es werden zwei Coonies bei mir einziehen und diese sollten von Nila sein ☺

Es war eine nervenaufreibende Zeit, vor allem für meine Freunde und Arbeitskollegen, denen ich täglich von meinem Vorhaben, den Umbaumaßnahmen in der Wohnung und meinen Wünschen bezüglich der neuen Mitbewohner in den Ohren lag. Dann wurde endlich der N-Wurf geboren und auf dem ersten Bild der kleinen stach mir mein Kater direkt ins Auge. Sicherlich aufgrund seiner perfekten Positionierung in der Mitte mit roter Rudolph-Nase. Und so kam es, wie es kommen musste, während ich Weihnachtslieder hörte (es war Mitte November) und ich diesen Haufen Kitten ansah, verliebte ich mich Hals über Kopf in meinen Kater Kovu. Da seine einzige Schwester bereits vergeben war und ich unbedingt noch ein Mädchen haben wollte, wartete ich auf den nächsten Wurf, der nur zwei Wochen später ankam. Nach einem kurzen Blick auf die Bilder der Kitten stand für mich fest, dass Nalah die richtige ist. Ich Katzenneuling hoffte inständig, dass die beiden sich verstehen würden, sobald sie alt genug waren, um aufeinander zu treffen. Aber Nila versicherte mir schon lange vor diesem Zeitpunkt, dass die beiden wie „Arsch auf Eimer“ zusammen passen würden und ebenso war und ist es. Sie sind ein Herz und eine Seele, raufen miteinander, putzen sich ausgiebig und kuscheln. Ich liebe meine beiden Fellmonster über alles und bin Nila sehr dankbar, dass sie sie mir anvertraut hat.

Eigentlich könnte hier jetzt stehen „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“,
aber ich dachte mir da geht noch was ☺

Knapp zwei Monate nach dem Einzug habe ich Nila auf eine Katzenausstellung begleitet und meine beiden Süßen den Richtern präsentiert. Nalah gewann direkt die Best in Variety und die Best in Show ☺ Durch Gespräche mit Nila wollte ich immer mehr über Coonies, ihre Farbvielfalt, Genetik und Zucht erfahren. Ich entwickelte für mich den Plan, in ein paar Jahren selbst mit dem Züchten anzufangen, aber Pläne sind da, um geändert zu werden und manchmal geht alles viel schneller als man denkt ☺

Nun bin ich bereits einem Verein beigetreten, habe den Namen meiner Cattery (nach laaaangem Hin und Her) gefunden und gehe, zügiger als erwartet, die nächsten Schritte auf dem Weg zur eigenen kleinen Hobbyzucht. Entsprechend ist Anfang November 2017 meine erste Zuchtkätzin Treschaus Helena, bei mir Ellie, eingezogen.

Ich bin vernarrt in Maine Coons. Man findet den Hinweis auf so gut wie jeder Züchterseite: Coonies machen süchtig! Es ist einfach so. Sie bestechen im ersten Moment durch ihr Erscheinungsbild und wickeln einem im zweiten mit ihrem Charme um den Finger.


Mein Ziel ist es gesunde, wesensfeste und typvolle Maine Coons zu züchten ohne dabei zu sehr aktuellen Trends im Erscheinungsbild zu folgen. Eine ausgewogene Mischung im Typ ist mir wichtig, wobei die Gesundheit der Tiere an erster Stelle steht.